Robbie Williams sichtet UFO und Sunny wurde wahrscheinlich von Außerirdischen entführt

Veröffentlicht auf von supergau

Guten Abend in die Bloghunderunde. Wir sind mal wieder gemeinsam aktiv und friedlich vereint am Keyboard - Níkko und Dandy. Und auch heute konnten wir wieder einen kleinen Familienschnippsel finden.

 

Manche werden es gelesen haben, manche nicht, deshalb noch mal an dieser Stelle die kurze Info: Robbie Williams hat nun damit rausgerückt, dass er ein UFO und schon andere Dinge gesichtet habe. Und nein - er selbst sagt, es sei kein Flashback aufgrund des Genusses irgendwelcher Substanzen gewesen. Na, wenn das mal stimmt. Aber eine Parallele scheint zu unserer Menschenmama schon mal zu bestehen: die beiden ticken entweder rückwärts oder überhaupt nicht richtig. Können wir nicht einschätzen. Dabei könnte uns allerhöchstens unser Liebling Dr. House helfen, aber ob der nun ernsthaft mit Hunden reden würde, können wir uns nicht vorstellen, also versuchen wir, uns selbst zu helfen.

 

Den Letzten beißen die Hunde, das wissen wir, aber dass wir nicht die ersten Hunde hier sind, wissen wir ebenso. Anscheinend haben es Menschenoma und Menschenmama nie wirklich auf die Reihe bekommen, mal einen Stinohund zu erwerben, das heißt: nen stinknormalen Hund mit vier Pfoten, jenseits von merkwürdigen Geschichten, abnormen Verhaltenweisen und komischen Beziehungen.

 

Unser unmittelbarer Vorgänger war Sunny - er war der Partner von Tubbs, den wir ja, wie wir bereits erzählten, noch kennen lernen durften. Wer jetzt beim Lesen der Namen an eine Krimiserie denkt, liegt richtig. Unser Frauchen war bescheuert genug, ihre Hunde explizit nach diesen beiden Cops aus der Serie "Miami Vice" zu taufen. Die Typen haben sie ja angeblich weniger angemacht als die coolen Schlitten und Stunts. Wollen wir's mal glauben. Es geht ja hier schließlich um eine ganz andere Story.

 

Um auf unseren Robbie zurück zu kommen und auf die Überschrift: Unsere Menschenmama war/ist absoluter Fan der Serie Akte X und glaubt ebenfalls an paranormale Dinge. Erzählt ab und zu, aber schon recht dürftig, von manchem Erlebnis. Manches mal haute sie mit irgendwelchen Infos um sich, für welche sie ihre Mutter als "leicht bekloppt" hinstellte. Aber merkwürdigerweise stellten sich dann kurze Zeit später immer mal wieder manche Dinge genau so ein, und ihre Mutter war dann selbst nur noch baff. Einmal sagte sie wörtlich: "Du hattest schon wieder Recht. So langsam machst du mir damit richtig Angst." Na ja, ihre Tochter, ihr Problem.

 

Nun kommt's, aber richtig und heftig. Also Sunny war ein totaler "Autohund", das heißt, er fuhr leidenschaftlich Auto (natürlich als Beifahrer!). Das vergnügte ihn so sehr, dass Menschenoma ihn jeden Tag ins Grüne spazieren fuhr. Also eins an der Klatsche zu haben, scheint bei Frauchens Genen gratis geliefert worden zu sein... Sunny nahm stets auf der Hutablage Platz mit Blick durch die Winschutzscheibe und "flirtete" sogar mit Euren "Freunden und Helfern", na, Ihr Zweibeiner wisst schon, wen wir meinen. Die beiden hatten ja sogar schon ihre "Stammstrecken", welche sie immer abfuhren, ihre Stellen, an welchen sie anhielten, Menschenoma Zeitung las und Sunny die frische Luft genießen konnte. Eines Tages tauchte hinter den beiden dann ein Polizeiwagen auf, überholte die beiden und forderte zum "bitte folgen" und Anhalten auf. Menschenoma ging gehörig der Senkel, denn die machte ja nun (fast) nichts Gesetzeswidriges, war sich keiner Schuld bewusst und stoppte natürlich. Klar hatte sie nix verbrochen. Die beiden Polizisten stiegen aus und kamen aufs Auto zu. Auweia - Menschenoma war ja nun, was ihre Körpergröße betraf, nicht unbedingt mit vielen Zentimetern gesegnet und wurde hinterm Steuer noch kleiner, ließ das Fenster runterfahren und setzte ihren Unschuldsblick auf.

 

Und was war der Clou an der Sache? Einfach der, dass einer der Polizisten meinte, wenn sie schon fast täglich mit den süßen Flirtereien eines süßen Hundes konfrontiert würden, dann möchten sie doch wenigstens mal wissen, wie der Kleine heißt. Oha! Na gut, alle drei wurden durch Menschenoma bekannt gemacht, Sunny wurde einer Leibesvisitation in Form von ordentlichem Durchknuddeln unterzogen, was er ja immer sehr genoss und so nahm das ganze noch einen guten Verlauf. Und tschüss...

 

Aaaaber - hier würde Paulchen Panther sagen: "Heute ist nicht aller Tage, ich komm' wieder, keine Frage...". Denn: das Üble kommt ja noch. Das war nur nicht zeitgleich. Und den Bezug zu Robbie Williams UFO-Geschichte werdet Ihr auch gleich verstehen.

 

Frauchen schrieb darüber eine Geschichte, welche wir mal als Originaltext hier posten, denn es ist wirklich genau so passiert.

  

 sunny im auto

 

Sunny am/im Original "Tatort"... 

 

Es war an einem sonnigen Nachmittag, als die beiden, Menschenoma und Sunny, sich auf den Weg machten... und dann das, was Frauchen dazu schriftlich fixierte:


"Sunny: entführt von Aliens?!

 

Es war ein angenehmer Sommernachmittag. Nicht zu warm, ein laues Lüftchen wehte. Meine Mutter fuhr, wie fast jeden Nachmittag, mit ihrem kleinen Auto ins Grüne. Mit von der Partie war natürlich wieder Sunny, mein erster Westie.

 

Sie starteten also, Sunny ließ heute ausnahmsweise meine Mutter ans Steuer und nahm auf der Hutablage Platz. Da war es am schönsten. Von dort konnte man nach hinten Ausschau halten, war immer bereit, falls ein Streitopfer des Weges kommen würde und gleichzeitig von schützendem, metallicblau glänzendem Blech umgeben. Es war aber auch der geniale Platz, um mit allen möglichen Autofahrern zu flirten, ja sogar mehrmals die Gesetzeshüter mit einem superlieben Blick, einem tierischen Grinsen und einem freudigen Schwanzwedeln zu bestechen.

 

Dieser Tag heute verlief wie immer. Sie fuhren also los, wir machten wie gewöhnlich eine Zeit aus, wann die beiden Streuner spätestens zurück sein wollten. Meine Mutter nahm den Weg, den sie am liebsten fuhren. Doch schon nach ungefähr fünf Minuten mussten sie aufgrund eines Fahrfehlers des Vordermanns etwas schärfer abbremsen. Vorher vergewisserte sie sich noch geistesgegenwärtig und gewissenhaft, ob ihr Fahrgast auch sicheren Halt habe. Dem war scheinbar so. Also bremsen! Blick nach vorne, Blick in den Rückspiegel. Gott sei Dank, nix passiert. Aber - oh Schreck: der Hund war weg!

 

Meine Mutter rief seinen Namen, drehte sich, so gut dieses, ohne andere Verkehrsteilnehmer und sich zu gefährden, möglich war, mehrmals nach hinten, um nach ihrem Mitfahrer zu schauen, aber er bliebt verschwunden. Die Fenster waren geschlossen, die Türen ebenfalls. Und Sunny? Kein Mucks, kein Hund.

 

Nichts. Stille. Panik überkam meine Mutter. Ihr, der absoluten Realistin, schwirrten plötzlich die irrwitzigsten Ideen durch den Kopf.

 

Wie soll das möglich sein? Vor ein paar Sekunden sah sie ihn noch wohlbehalten auf seinem Stammplatz sitzen, nun hatte er sich scheinbar in Luft aufgelöst. Abgetaucht? Per Telekinese ins Reich der übersinnlichen Hunde befördert? Oder ist er doch abgehauen, um sich von DSDS casten zu lassen? Nein, das kann alles nicht wahr sein. Das Schlimmste, was einem schon fast militant realistisch denkenden und fühlenden Menschen passieren kann: etwas nicht erklären zu können. Vor allem es sich selbst nicht erklären zu können.

 

Der absurdeste Gedanke schoss ihr durch den Kopf: "Mein Gott, hat meine Tochter vielleicht doch Recht mit ihrem Akte X und PSI-Kram? Gibt es vielleicht doch Aliens? Entführungen? Es kann nur so sein. Es stimmt alles. Und irgendwelche Aliens haben UNSEREN Hund entführt!

 

Dieser Gedanke schnürte ihr die Kehle zu, ließ diesen Alptraum zur Megapanik ausarten. Sie begann zu hyperventilieren und entschloss sich, zum Friedhof zu fahren, dort fand sich immer ein Parkplatz, es war am nächsten gelegen.

 

Dort angekommen parkte sie, so ruhig es ihr irgend möglich war, versuchte erst einmal, vom Hyperventilieren zur Normalatmung überzugehen. Wieder Rufen, Schauen: wieder keine Reaktion. Sie stieg aus. Umzingelte, umkreiste das Auto. Mehrmals. Immer und immer wieder rief sie Sunny. Aber er antwortete nicht. Also, noch mal kurz hinsetzen, tief, ganz tief durchatmen.

 

Rufen, suchen … Noch einmal das Gefährt umkreisen wie der Löwe die Beute. Ah!

 

Was sah sie? Den Griff der Laufleine auf dem Rücksitz. Nur die Leine? Kein Hund? Aber wo um Himmels Willen war das Ende der Leine, und vor allem: WAS könnte man erwarten, an diesem vorzufinden? Fox Mulder? Frank Parker? Ein Abschiedsgruß, eine Autogrammkarte von Lassie? Alles schien heute möglich.


Aber fast unmöglich der banalste und wahrscheinlichste Gedanke, dass es "nur" Sunny sein könnte…

 

Ein Geistesblitz und meine Mutter öffnete nach diesem langen Martyrium endlich den Kofferraum. Und wer saß da, voll cool, lediglich etwas erstaunt über ein Frauchen, was wohl dem irdischen Tode nie näher war? Sunny! Seine großen Augen leuchteten, er blieb brav sitzen und war wohl sehr über den Anblick meiner Mutter verwundert, über ihren offensichtlich maroden Zustand. Sie war bei seinem Anblick hingegen nur noch erleichtert.

 

War wohl nichts mit Aliens, nichts mit DSDS. Das ganze hatte eine völlig einfache Erklärung, aber eine noch absurdere Auswirkung. Das Auto war morgens beim Reifenwechsel, wurde von der Firma mittags wieder gebracht. Durch den Umstand, dass die Reifen im Kofferraum befördert wurden, war wohl die Hutablage nicht korrekt eingerastet und aufgrund dessen gelockert. Als meine Mutter nun schärfer als sonst bremsen musste, sprang der Deckel hoch, durch den Schwung plumpste mein Sunny in den Kofferraum und war eben einfach verschollen.

 

Aber ein solch cooler und tapferer kleiner Draufgänger wie er hätte nie und nimmer gejammert. Nein, kleine Hundeindianer weinen doch nicht! Und wer die Westies kennt, der weiß um ihre Sturheit und dass sie selbst beim verzweifeltsten und allerliebsten Rufen ihres Namens keine Reaktion zeigen, wenn sie nicht mögen. Anscheinend hat es unserem kleinen Höhlenforscher in dem dunklen Kämmerlein wohl auch recht gut gefallen.

 

Ihm ging es blendend, ihm fehlte absolut nichts. Nur meine arme alte Mutter war, ohne groß zu übertreiben, am Rande eines Herzinfarktes. Sie hockte sich erleichtert auf den Fahrersitz. Dann kamen auch schon Anwohner und boten ihre Hilfe an, darunter war zufälligerweise ein Krankenpfleger. Er hatte zwar Mitleid mit ihr, konnte sich aber ein breites Grinsen nicht verkneifen.

 

Er hatte dieses Spielchen beobachtet und sich verwundert, was in aller Welt eine ältere Dame dazu veranlasst haben könnte, wie ein Indianer beim Aufführen eines Fruchtbarkeitstanzes ein Auto zu umkreisen und scheinbar dabei fast zu kollabieren. Als sie ihm die ganze Story erzählte, musste er herzlich lachen. Auch die Anwohnerin, welche freundlicherweise mit etwas kaltem Wasser für Umschläge zu Hilfe kam.

 

Die schönste "Moral" dieser Geschichte ist jedoch: durch diesen unmöglich möglichen Vorfall kam der junge Mann auf den Hund!

 

Ein Geheimnis habe ich bis heute gewahrt und hoffe auf die Verschwiegenheit der Leser: Sunny gestand mir, dass er irgendwie doch ein klein wenig auf den Geschmack gekommen sei und sich ein kleines tragbares Gerät gebastelt habe, mit welchem er sich, wie in seiner Lieblingsserie, von einem Ort zum anderen beamen kann. Welche Serie er sich da wohl wieder angeschaut hat?! "

 

 Was soll man davon eigentlich als Hund halten? Wir finden das ja richtig amüsant, wie ausgerechnet "Frau Oberlehrer" (ja, Frauchen hat mehrere Kindheitstraumata, eines davon ist, dass ihre Mutter tatsächlich Lehrerin war *kann einem nur Leid tun*...) derart aufs Eis geführt wurde.

 

Wir selbst glauben ja nicht an UFOS, Außerirdische, entführende Aliens und solche Dinge. Obwohl... Moment mal... was landet da gerade in unserem Garten? Sind die Dinger etwa flach und können eine Treppe ausfahren? Und sehen die Piloten etwas verballhornt aus mit ner Art Facettenaugen und haben grüne Haut? Aua, dann sind wir mal kurz weg.

 

Wenn's gut geht, werden wir uns morgen wieder melden. Vom irdischen Standpunkt nahe  Frankreich. Wenn nicht, werden wir aus einer fernen Galaxie funken, denn - que sera - oder was auch immer kommen mag: NICHT OHNE UNSEREN BLOG!!!

 

Bis dann - wann auch immer, von wo auch immer. Area 51 hat ja immer freie Wohnungen, wie wir gehört haben (Insidertipp). Also falls einer ein Autogramm will, erst mal abwarten, ob sich die Adresse nicht doch ändern könnte.

 

Auf bald und viele verrückte tierische Grüße

 

Dandy & Níkko

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