Die drei von der Tankstelle – pardon, die drei von der Zankstelle

Veröffentlicht auf von supergau

Salü, wir haben endlich mal wieder ein paar Minuten Zeit, um unseren Seelenmüll loszusabbern. Waren in den letzten Tagen schwer beschäftigt, mussten Überstunden kloppen ohne Ende und jetzt sind wir einfach mal breit.

 

Frauchen mal wieder – Stein des Anstoßes. Uns wundert ja schon längst nichts mehr. Sie ist so was wie die low budget Version eines “rasenden Reporters”, laufend die Digicam mit dabei. Als wenn es hier immer wieder was neues zum shooten gäbe, hätte sie die Kohle mal lieber in eine riesenroße Box voller Leckerli investiert, dann hätten wir wenigstens was zu kauen, denn so leiden wir mittlerweile an Skorbut. Aber das interessiert ja sowieso niemanden.

Egal. Wir müssen unser Schicksal eben akzeptieren. Und nun haben wir ein Bild ausgekramt, auf welchem wir beiden AKW (ist eine von Frauchens Wortschöpfungen und steht hier intern gleich für zwei: entweder “armer kleiner Weißer” oder “Anti-Katzen-Wetter”,  na vielleicht glaub ihr so langsam mal, was wir hier aufgebürdet bekommen haben, ein wenig Mitleid würde uns schon mal guttun!) samt unserem damaligen “Alterspräsidenten”, Tubbs, zu sehen sind.

Das ist eine der Stellen in dem coolen Einkaufszentrum von dem coolen Wohngebiet in welchem wir leben, wo wir, wenn unsere Dosenöffnerin einkaufen geht, warten müssen. Warten ist ja nun für Hunde recht ätzend, man bambelt da zwischen Leine und Pfosten vor sich hin und hofft nur inständig, dass nicht eine riesengroße Dogge ankommt, die uns für Tiramisu hält und gerade mal so aufschleckt… Um’s mal zu verdeutlichen: Stellt euch mal vor, Ihr würdet samt Leine an irgend nem Pfosten geparkt, müsst da warten und dann käme so eine Art Hulk auf euch zu, drei- bis viermal so groß und vor Hunger die Augen groß aufgerissen… Also Ihr würdet euch mit so einem garantiert auch nicht anlegen wollen und lieber Pan Tau spielen und erst mal in der Versenkung abtauchen.

Okay, es ist, wie’s ist. Unser lieber Hundeopa Tubbs hatte jedenfalls noch einige schöne Jahre mit uns zusammen, wir haben ein perfektes Trio gebildet. Und Níkko, der ja nach außen hin ein Scheißkerl sein kann (*bisschenübertreib*), an einer Profilneurose leidet und sich für das Alphatier hält, hatte merkwürdigerweise vor Tubbs nen Superrespekt, hing aber auch an ihm. Keine Ahnung, wie das nun zusammen hängt. Mal drei kleine Beispiele: Tubbs war ja die letzten beiden Jahre taub (das bemerkte Frauchen erst als er ohne Leine den Park bergauf stapfte, nicht mehr auf sie hörte und sie mit ihrem Asthma ihrem Hund hinterher hechelte, sein Ziel war ganz klar: er wollte zur Apotheke und Leckerli abholen´), was sie erst nach diesem Vorfall  bemerkte. Sie begann, mit ihm per Zeichensprache zu kommunizieren, was er auch sofort verstand. Und Níkko, der Dussel, hat’s gleich mit gelernt, der reagiert heute noch darauf. Wenn wir morgens aufstanden, dann sagte Menschenmama immer zu Níkko: “Na, geh deinen Opa wecken und bring ihn mit.” Und tatsächlich, er verstand das, ging zum schlafenden Tubbs, stieß ihn sanft mit seiner Nase an, bis er aufwachte und brachte unseren Hundeopa im Schlepptau mit sich. Tja, und das dritte Merkwürdige: Wenn Tubbs auf dem Zweisitzer lag, ging Níkko ab und zu mit den Vorderpfoten am Sofa hoch, weil er mit ihm spielen wollte. Aber Tubbs hatte dann gerade kein Bock. Da war gar nicht viel Handeln erforderlich, denn er grinste nur zwei- bis dreimal, will heißen, er zeigte ihm ohne jegliches Geräusch seine Zähne und Níkko zog von Dannen. Ja, und ich, Dandy, wollte ja auch nur mit ihm spielen, es gab ja mal das eine Jahr Zwischenraum, bevor unser Racker hier einzog. Ich kam dann von hinten, haute Tubbs eine mit der Vorderpfote sanft auf den Hintern, um ihn aufmerksam zu machen und dabei knatschte ich zuckersüß. Ich war eben schon immer ein kleines Hundeweichei, war immer enttäuscht, wenn er nicht wollte. Na ja, auch Hundejungs haben’s nicht immer einfach…

Es gibt da noch eine schöne Geschichte, da wir zu dritt, also zweimal weiß und einmal schwarz, schon ziemlich auffielen. Diese Story gibt’s auch noch, denn sie stammt aus menschlichem Kindermund ist ist echt süß.

 

diedreivonderzankstelle

 

So sah es jedenfalls immer aus, wenn wir zu dritt warten mussten. Eines finden wir cool: wenn Frauchen kommt, gibt’s immer ein “Auslöseleckerli” für’s Bravsein. Am besten und am lukrativsten ist’s ja dann, wenn sie gleich mehrere Geschäfte aufsucht. Blöd sind wir nicht, wir können rechnen!

Na ja, wie in Pressemeldungen üblich, bei welchen Fotos eingestellt sind:

von links nach rechts: Dandy, Níkko und Tubbs.

 

Ganz ehrlich, wir vermissen Tubbs schon sehr. Meint Ihr, wir könnten uns von Frauchen zu Weihnachten vielleicht einen schwarzen Kumpel wünschen? Wir würden ja dann auch gerne gezielt einen in etwa unserer Größe und unseres Alters nehmen… Und keine Angst: Frauchen ist keine, die ein Lebewesen mal im Anflug guter Laune aufnimmt, um es dann abzugeben oder gar wegzuwerfen, wie viele andere das leider tun.

Wünschen Euch noch einen schönen Feierabend.

Dandy & Nikko

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